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Limericks
Früher, als ich Zeit hatte, mir ein paar Limericks auszudenken.
Als Twitter die Zeichenzahl von 140 auf 280 erhöht hat:
Die Twitter-Chefs alle erbleichen:
«Den Schreibern die Zeichen nicht reichen!»
So ist es ein Muss,
für doppelten Stuss
der Leser sich nun muss erweichen.
Als Mastodon als Alternative zu Twitter aufgekommen ist:
Es staunt der geneigte Zoologe
Über die schwappende Woge:
Fertig geflötet,
Ab jetzt wird getrötet.
Das Mammut ist wieder in Mode.
Als die Young Boys immer und immer wieder den Meistertitel verpassten:
Es war’n junge Buben aus Bern,
die wollten so unglaublich gern
nach langen Jahrzehnten
den ach so ersehnten
Pokal – doch er blieb weiter fern.
Als die Fussball-WM in den Emiraten stattgefunden hat:
Man tschuttet mit allerlei Scheichen,
Den Haarigen, Schnellen und Bleichen.
Der Gianni hingegen,
Ein echter Haudegen!
Am liebsten spielt er mit den Reichen.
Als der Lockdown kam:
Es bleiben nun alle zu Hause
Und machen mal kollektiv Pause.
Die Beizen sind leer,
Die Wirtschaft hats schwer.
Man kocht sich das eigne Geschmause.
Und alle von daheim aus arbeiteten:
Es dreht sich derzeit manchem Boss
Im glänzigen Teppichgeschoss
Der Frust im Gedärme,
Weil er aus der Ferne
So hoch nicht mehr scheint auf dem Ross.
Der Chef hofft, es sei nur fiktiv,
Dass seine Schar im Kollektiv
Selbst ohne die Rolle
von seiner Kontrolle
fungiert absolut produktiv.
Als der Strom knapp wurde:
Der Parmelin Guy will uns drohn:
Es werde bald knapp mit dem Strom.
Drum bin ich parat,
Kauf Hamster und Rad.
So lad ich dann mein Telefon!
